Huflattich: Heilwirkung und Anwendung

Huflattich ist als Heilpflanze bereits seit der Antike bekannt und gilt auch heutzutage noch als zuverlässiger Hustenvertreiber. Vorsicht ist jedoch bei der Anwendung und bei möglichen Verwechselungen mit anderen Pflanzen zu beachten. Lesen Sie dazu unbedingt unsere Hinweise.

Huflattich blüht bereits im März bis April. In dieser Zeit dient die Pflanze als eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, Fliegen, Wildbienen und verschiedenen Faltern, wie dem Zitronenfalter, dem Kleinen Fuchs und dem Tagpfauenauge.
Die Pflanze bevorzugt zum Gedeihen lehmigen, tonigen Boden. Der Wurzelstock treibt unterirdische Ausläufer, die etwa 1 m lang werden und sogar bis zu 1 m tief in die Erde hinein wachsen. Auf 10-25 cm hohen Blütenstielen, die mit schwarz-rötlichen Schuppenblättern besetzt sind, bilden sich etwa 2 cm große Blütenscheiben, die sich bei Sonnenlicht öffnen. In mehreren Reihen angeordnet erscheinen ca. 300 Strahlenblüten, die weiblich sind. 30-40 Röhrenblüten in der Mitte des Körbchens werden durch Verkümmerung der weiblichen Befruchtungsorgane zu männlichen Röhrenblüten. Von diesen wird Honig abgeschieden. Nach der Blütezeit treibt die Pflanze eine Rosette von 4 bis zu 8 lang gestielten Blättern aus. Diese werden bis zu 15 cm groß.

Heilwirkung:

  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • schleimlösend
  • tonisierend
  • reizlindernd

Anwendung bei:

Verwendung:

Als Tee können Sie 1-2 Tl. der getrockneten Laubblätter und Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Dieser Tee kann mehrmals täglich bei Infektionen und Erkrankungen der oberen Atemwege getrunken werden. Die Tageshöchstmenge liegt bei 6 g pro Tag, also bei 3 Tassen täglich.

Zur Inhalation können Sie 1 EL Blüten und Blätter abbrühen und die Dämpfe unter einem Tuch abgedeckt mehrmals täglich einatmen.

Um Sirup herzustellen, benötigen Sie ein Glas, welches luftdicht verschlossen werden kann. Dieses befüllen Sie schichtweise mit Blättern und Rohrzucker. Wenn sich das Gemisch setzt, muss es immer wieder aufgefüllt werden, bis es voll ist. Dann wird es in ein Erdloch gestellt und mit Erde bedeckt. Das Glas bleibt während des Gärungsprozesses, der 8 Wochen dauert, unangetastet in der Erde (gleichbleibende Temperatur). Nach dem Ausgraben wird die Flüssigkeit, die in dieser Zeit entstanden ist, aufgefangen und aufgekocht. Nach dem Auskühlen füllen Sie den gewonnenen Sirup in ein sauberes Glas. Während der Grippezeit haben Sie so einen guten Schutz zum Einnehmen. Verwenden Sie davon 3-5 TL täglich.

Für Auflagen bei Hautproblemen zermahlen Sie frische Blätter und legen diese auf die betroffene Hautpartie. Fixieren Sie das Ganze mit einer Gaze. Erneuern Sie den Umschlag mehrmals täglich.

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Schleimstoffe
  • Gerbstoffe
  • Tannine
  • Alkaloide (in geringer Dosis)
  • Zink
  • Kalium
  • Kalzium
  • Vitamin C

Sammelzeit:

Im Mai haben Blätter den höchsten Wirkstoffanteil. Die Blüten (Blütezeit Februar-März), die zu den ersten Frühblühern gehören, werden wegen ihrem hohen Pyrrolizidin-Gehalt (P.A.) nicht mehr zur Einnahme empfohlen. Der P.A. Anteil kann leberkanzerogen wirken. (zu Leberkrebs führen)

Anderer Name:

  • Bandlattich
  • Eselshuf
  • Pferdefuß
  • Männerblume
  • Brustlattich
  • Ackerlatsche

Tussilago farfara (lateinischer Name)

Hinweise:

Huflattich Verwechselung Wichtige Hinweise für Sie:
Die in Spuren vorhandenen toxischen Inhaltsstoffe, die Pyrrolizidin-Alkaloide (PA), gerieten in Verdacht, die Leber zu schädigen und krebserregend zu sein. So wurde für Huflattich, trotz lang erprobter Wirksamkeit, eine Höchstaufnahmemenge pro Tag und eine Begrenzung in der Anwendungsdauer festgelegt.
Die Tagesdosis von Tee darf nicht mehr als 10 µg Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) enthalten. Extrakte und Frischpresspflanzensaft nicht mehr als 1 µg. Die Anwendung von Huflattich sollte sich auf einen Zeitraum von max. 2 x 2 – 3 Wochen pro Jahr beschränken!

Es besteht beim Huflattich Verwechselungsgefahr!
Die Blüten sehen denen des Löwenzahns ähnlich. Den Huflattich erkennen Sie daran, dass er Blüten und Blätter nicht zeitgleich trägt.
Auch die Blätter, die sich nach der Blütezeit bilden, birgen Verwechselungsgefahr. Sie sehen denen der Weißen Pestwurz und dem Alpendost sehr ähnlich. Sie sind jedoch in der Größe unterschiedlich - die Huflattichblätter sind kleiner als die des Weißen Pestwurzes. Erkennen können Sie die Weiße Pestwurz zudem auch an den gezackten Blätterrand.

So gehen Sie auf Nummer sicher:
Die im Handel angebotenen Tees und Säfte mit Huflattichblättern sind frei von Pyrrolizidin-Alkaloide (PA).

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