Walnüsse und Walnussblätter: Heilwirkung und Anwendung

Die Anwendung mit Walnussblättern erfolgt innerlich und auch äußerlich. Verwendet werden dabei die getrockneten oder auch die frischen Blätter. Die Wirkstoffe sind unter anderem wirksam gegen Pilze, Bakterien und Würmer. Besonders bei Hautleiden hat sich die Wirkung der Blätter bewährt. Doch der Walnussbaum bietet noch viel mehr für Ihre Gesundheit. So sind nämlich auch die Nusskämben und das Fruchtfleisch der Nuss heilwirksam.

Der Walnussbaum stammt ursprünglich aus Mittelasien. In Mitteleuropa sind diese Bäume in vielen Gärten und Parks anzutreffen. Verwildert kommen sie in Weinbaugebieten, in Auen- und in Hangwäldern vor. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 25 m, das Alter beträgt bis zu 200 Jahre. Im Frühjahr blühen die männlichen Blüten in dicken Kätzchen, die weiblichen dagegen sind unscheinbar und kugelförmig. Die Blüten sind frostempfindlich. Bis zum Herbst entwickeln sich aus den Blüten die gesunden Walnüsse. Das Fruchtfleisch der Nüsse wird von einer harten, hellbraunen Schale geschützt. Die einzelnen Blätter sind oval und wachsen in Fiedergruppen. Wenn man die im Sommer lederartig werdenden Blätter mit den Fingern zerreibt, nimmt man einen würzigen Duft wahr.


Die Blätter
Die Blätter haben Heilwirkung bei verschiedenen Anwendungsgebieten. Ihre Gerbstoffe, die Flavonoide, färbende Glykoside (Juglon) und der hohe Anteil an Vitamin C machen Sie so wirksam. Die Blätter wirken äußerlich angewendet bei Hauterkrankungen in Bädern, Spülungen und Umschlägen. Innerlich, als Tee, werden sie ebenfalls bei Hauterkrankungen eingesetzt, aber auch als Wurmmittel und bei Magen- und Darmkatarrh. Die ätherischen Öle des Baumes vertreiben Fliegen, Mücken, Flöhe, Motten, Wanzen und andere Insekten. Darum wird der Baum in Parks bevorzugt an Sitzplätzen angepflanzt, in Gärten in unmittelbarer Nähe von Komposthaufen.

Die Nüsse
Die Nüsse sind nicht nur ein wertvolles und wohlschmeckendes Nahrungsmittel, sondern sie besitzen auch Heilwirkungen.
Zu empfehlen bei Gicht, bei Nierenerkrankungen und bei zu hohen Cholesterienwerten. Zudem sollen die Walnüsse eine krebshemmende Wirkung haben. Walnüsse und Honig kombiniert wirken außerdem blutdrucksenkend. Aus den Nusskämben, das sind die holzigen Zwischenwände in der Nuss zwischen dem Fruchtfleisch, können Tee oder Tinkturen hergestellt werden. Zur Anwendung kommen diese bei Herzrhythmusstörungen.

Heilwirkung:

  • hautgenerierend
  • antibakteriell
  • fungizid
  • schweißhemmend

Anwendung bei:

  • Akne
  • Ekzeme
  • Fußschweiß
  • Fußpilz
  • Hautausschlag
  • Schuppenflechte
  • Milchschorf
  • Bindehautentzündung
  • Wurmmittel
  • Magenkatarrh
  • Darmkatarrh
  • Darmfäulnis
  • Magenschwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Blutreinigung
  • Leberreinigung
  • Hämorrhoiden
  • Herzrhythmusstörungen
  • Arteriosklerose
  • Zahnfleischentzündung

Verwendung der Walnussblätter, der Walnüsse und der Nusskämben:

Für die innere Anwendung:

Blätter
Für einen Teeaufguss verwenden Sie folgende Mengen:
1 TL getrocknete Walnussblätter mit 1/4 l kochendem Wasser aufgießen. Lassen Sie den Sud 10 min ziehen, anschließend abseihen. Trinken Sie täglich 1 - 3 Tassen Tee in kleinen Schlucken. Der Walnusstee wird empfohlen bei Hautleiden, als Wurmmittel und bei Magen- und Darmkatarrhen.

Nusskämben
Wir möchten Ihnen nicht vorenthalten, dass auch die Nusskämben der reifen Früchte sehr wertvoll sind. Die Nusskämben sind die holzigen Leisten zwischen den Nusshälften. Tees oder Tinkturen aus den Nusskämben können das Herz stärken und eignen sich auch zur begleitenden Behandlung von Herzrhythmus-Störungen.
Nusskämben-Tee zur Herzstärkung:
Für eine Tasse Tee verwenden Sie 4 - 5 Nusskämben. Lassen Sie den Tee 10 min ziehen und trinken davon täglich 2 - 3 Tassen.

Für eine Tinktur aus Nusskämben verwenden Sie einen Kornbrand oder Weingeist. Eine ausreichende Menge der Nusskämben geben Sie in ein Schraubglas und übergießen diese mit Kornbrand oder Weingeist. Die Nusskämben sollten gut bedeckt sein. Lassen Sie den Ansatz gut verschlossen für 4 bis 6 Wochen ziehen. Seihen Sie die Flüssigkeit in eine dunkle Flasche ab. Pur oder mit Wasser verdünnt können Sie hiervon 3 x täglich 10 - 15 Tropfen einnehmen.

Walnuss (reif)
Auch die reife Walnuss hat viele positive Wirkeigenschaften für die Gesundheit. Sie enthält:
Magnesium, Kalium, Calcium, Kupfer und wertvolle Vitamine, besonders Vitamin E, ungesättigte Fettsäuren und das Hormon Melatonin.
Melatonin soll sich positiv auf das Schlafverhalten auswirken.

Die Nuss ist für Gicht-und Nierenkranke ein empfehlenswertes Nahrungsmittel. Ebenso wirken sich die Früchte auch cholesterinsenkend aus. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden bei Walnüssen krebshemmende Eigenschaften erkannt. In der Schwangerschaft gegessen, wirken sich Nüsse positiv auf die Entwicklung des Gehirns von Embryonen aus.

Walnuss (grün)
Interessant ist auch zu wissen, dass Sie ebenso die grünen Nüsse verwenden können, aus denen sich eine heilende Tinktur herstellen lässt.
Tinktur herstellen:
Verwenden Sie hierfür nur grüne Nüsse, die Sie im Mai und Juni ernten (siehe auch Sammelzeit). Zerteilen Sie die Nüsse grob und geben Sie diese in ein Schraubglas. Bedecken Sie die grob gehackten Nüsse mit hochprozentigem Kornbrand. Lassen Sie den Ansatz 6 Wochen an einem sonnigen Platz ziehen, dabei alle 3 Tage einmal aufschütteln. Anschließend seihen Sie die Flüssigkeit ab und füllen diese in eine dunkle Flasche.
Empfohlene tägliche Einnahmemenge: 1 TL pur oder verdünnt bei folgenden Beschwerden:
Magenschwäche, bei Darmfäulnis, zur Reinigung der Leber und des Blutes, bei Verdauungsstörungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit.

Für die äußere Anwendung:

Für die äußere Anwendung können Sie Walnusstee oder Walnusstinktur verwenden.
Walnusstee:
Verwenden Sie hierfür 1 TL getrocknete Walnussblätter und gießen diese mit 1/4 l kochenden Wasser auf. Lassen Sie den Sud 10 min ziehen, anschließend abseihen. Verwenden Sie den Tee für Waschungen und Spülungen, Bäder und Umschläge.
Gleiches können Sie statt mit Tee auch mit einer verdünnten Tinktur machen.
Tinktur aus Walnussblätter:
Für die Tinktur verwenden Sie frische Walnussblätter, die zerkleinert in ein Schraubglas gegeben werden. Übergießen Sie die Blätter mit Kornbrand und lassen den Ansatz 4 - 6 Wochen reifen. Seihen Sie die Flüssigkeit anschließend ab und geben diese in eine dunkle Flasche. Für Waschungen, Bäder und Umschläge wird die Tinktur mit Wasser verdünnt angewendet.
Anzuwenden bei:
Hautleiden, wie Akne, Warzen, Ekzeme, Fußpilz, Schuppenflechte und Bindehautentzündung.
Tinktur aus grünen Walnüssen:
Verwenden Sie dazu nur grüne Nüsse, die Sie im Mai und Juni ernten (siehe auch Sammelzeit). Zerteilen Sie die Nüsse grob und geben Sie diese in ein Schraubglas. Bedecken Sie die grob gehackten Nüsse mit hochprozentigem Kornbrand. Lassen Sie den Ansatz 6 Wochen an einem sonnigen Platz ziehen, dabei alle 3 Tage einmal aufschütteln. Anschließend seihen Sie die Flüssigkeit ab und füllen diese in eine dunkle Flasche.
Anzuwenden bei:
Fußschweiß, Akne, Hautunreinheiten, Zahnfleischentzündungen
Geben Sie hierfür einige Tropfen in Wasser verdünnt für Umschläge, Spülungen, Bäder und Waschungen.

Wichtige Inhaltsstoffe:

In den Blättern:

  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • Glykoside (Juglon)
  • Vitamin C
  • Bitterstoffe
  • Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure, Gallus- o. Salicylsäure)
  • Ascorbinsäure
  • Ätherische Öle

In den grünen Walnussschalen:

  • Gerbstoffe
  • Glykoside (Juglon)

In den reifen Nüssen:

  • Magnesium
  • Kalium
  • Calcium
  • Kupfer
  • Zink
  • Vitamin E
  • Ungesättigte Fettsäuren
  • Melatonin

Sammelzeit:

Die Blätter werden im Juni gepflückt. Die grünen Nüsse ernten Sie von Ende Mai bis spätestens 24.06. (Johannistag). Reife Nüsse fallen im Herbst und werden gesammelt und anschließend luftig getrocknet.

Anderer Name:

  • Christnuss
  • Steinnuss
  • Welschnussbaum
  • Welsche Nuss

Juglans regia (lateinischer Name)

Hinweise:

Hinweis für Walnüsse Allergiker sollten, sofern eine Nussallergie besteht, gänzlich auf Walnüsse verzichten.

Eine Einnahme von Tee und Tinkturen bei den oben angegebenen Beschwerden wird kurmäßig empfohlen, was bedeutet, dass eine Anwendung 6 Wochen lang erfolgen kann. Dann sollte eine Einnahmepause von 6 Wochen eingehalten werden. Wichtig ist es auch, eine Überdosierung zu vermeiden, da es sonst zu Schädigungen der Darmflora und der Leber kommen kann.

Zu guter Letzt:
Das in den Blättern und Nussaußenschalen enthaltene Juglon verhindert das Pflanzenwachstum in unmittelbarer Umgebung des Walnussbaums. Es wirkt somit wie eine Art natürliches Unkrautbekämpfungsmittel und verhindert auch, dass andere Bäume oder Pflanzen in unmittelbarer Nähe eines Walnussbaums wurzeln.
In Tierversuchen hat sich gezeigt, dass Juglon mutagen wirkt.

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