Petersilie: Heilwirkung und Anwendung

Wer kennt sie nicht, die Petersilie als Küchenkraut. Es gibt sie mit glattem oder krausem Blattwerk. Was vielleicht weniger Menschen wissen, ist, dass Petersilie eine Heilpflanze ist. Sie wirkt unter anderem anregend, was sich positiv bei der Frühjahrsmüdigkeit auswirken kann.

Die Pflanze ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Außerdem enthält sie viel Chlorophyll (Blattgrün), was Mund- und Körpergeruch vermindern kann.
Dieses Kraut wirkt durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C belebend. Es reguliert Verdauungsvorgänge und wirkt harntreibend. Zudem wirkt die Petersilie uterusregulierend, was sich positiv auf Menstruationsbeschwerden auswirken kann.
Die Petersilie stammt ursprünglich aus Südeuropa. Sie ist jedoch inzwischen in ganze Europa, Russland, Indien und Nordamerika heimisch geworden.
Petersilie kann im Garten, aber auch im Topf gezogen werden. Sie bevorzugt einen hellen Platz, mag aber keine direkte Sonne und Staunässe. Der Boden sollte eher sandig sein.

Gerne wird Petersilie in der Küche verwendet. Würzen Sie am besten mit roher Petersilie, ein Erhitzen über 40 Grad zerstört das wertvolle Chlorophyll, welches reichlich Sauerstoff enthält. Das wiederum kann Entzündungen hemmen, das Immunsystem stärken und die Funktion des Herzens begünstigen und den Blutdruck senken.

Heilwirkung:

  • harntreibend
  • tonisierend
  • krampflösend
  • uterusanregend

Anwendung bei:

  • Arteriosklerose
  • Blasensteinen
  • Nierensteinen
  • Harnwegsinfekte
  • Menstruationsbeschwerden
  • Eisenmangel
  • Insektenstichen
  • Müdigkeit

Verwendung von Petersilie:

Für die innere Anwendung:
Wahlweise als Tee, Tinktur oder auch ganz frisch.

Für eine Teezubereitung verwenden Sie die Samen oder Teile der Wurzel. Übergießen Sie ein 1 - 2 TL Petersiliensamen oder Wurzel oder auch 2 EL frisch geschnittene Blätter mit 250 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Sud 10 min ziehen. Seien Sie ihn dann ab und trinken Sie bis zu 3 Tassen täglich von dem Tee.

Um eine Tinktur selber herzustellen, übergießen Sie die Samen oder Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Kornbrand, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Lassen Sie den Ansatz bei Zimmertemperatur gut verschlossen für 4 bis 6 Wochen ziehen. Seihen Sie ihn anschließend ab und füllen Sie die gewonnene Tinktur in eine dunkle Flasche ab.
Nehmen Sie von dieser Tinktur täglich bis zu 3 x 10 - 50 Tropfen pur oder in Wasser verdünnt ein.

Hinweis zu PetersilieTinkturen aus Samen und Blättern sind erheblich stärker als Tinkturen, die nur aus Blättern hergestellt werden. Bei Tinkturen, die aus der Wurzel hergestellt werden, kann es bei hoher Dosierung zu Schleimhautreizungen vor allem der Nieren kommen und wenn auch selten, zu Herzrhythmusstörungen.


Für die äußere Anwendung:
Auflagen aus zerkleinerten frischen Blättern können bei Insektenstichen Linderung verschaffen.

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Vitamine A, B6, B12, C, D
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Eisen
  • Atherische Öle
  • Petroselinsäure (nur in den Samen der Pflanze)

Sammelzeit:

Diese mehrjährige Pflanze schneidet man am besten ganz nah am Boden ab. Der ideale Zeitpunkt für diesen Schnitt ist der Vormittag, direkt nach dem Abtrocknen des Morgentau's. Petersilie können Sie das ganze Jahr ernten. Im Garten wachsende Petersilie bildet vom Frühjahr bis zum Frosteinsatz neue Blätter, die Sie laufend abschneiden können.

Anderer Name:

  • Bittersilche
  • Bockskraut
  • Geilwurz
  • Grönte
  • Kräutel
  • Peterle
  • Peterling
  • Silk
  • Stehsalat
  • Peterlein

Petroselinum crispum (hortense) (lateinischer Name)

Hinweise:

Vorsicht bei Mistel Schwangere sollten Petersilie nicht in großen Mengen zu sich nehmen, weil die Inhaltsstoffe eine Frühgeburt auslösen könnten. Kleine Mengen sind jedoch ungefährlich. Menschen mit einer Nierenentzündung sollten auf Petersilie jedoch verzichten.

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