Mistel: Heilwirkung und Anwendung

Die Druiden der keltischen Gemeinschaft verehrten die Mistel als heiligste aller Pflanzen. Die ältesten Aufzeichen über diese Heilpflanze reichen bis in das 5. Jh. v. Chr. zurück. Auch heutzutage weiß man die Vorzüge der Zweige in der Naturheilkunde zu nutzen. So findet die Mistel ihren Einsatz unter anderem in der Krebs-Therapie.

Die Mistel siedelt sich als Parasit auf verschiedenen Bäumen und Sträuchern als kugelige Krone mit meist leuchtend gelblich-grünen ledrigen Blättern und glasig-durchsichtigen Scheinbeeren an. Sie holt sich ihren Wasser- und Nährstoffbedarf von der Wirtspflanze. Die Mistel wächst sehr langsam. Erst im 5. Lebensjahr blüht sie zum ersten Mal.
Aus dem Saft der Scheinbeeren, welcher klebrig ist, stellten die Römer früher zusammen mit Honig einen Klebstoff her. Sogar Mythen gibt es über diese Pflanze zu berichten:
Früher hängte man Mistelzweige an Hauswände, da man glaubte, sie würden vor Feuer schützen. Zur Weihnachtszeit verwendet man gerne die immergrünen Zweige als Dekoration. Bis heute hat sich ein Brauch der besonderen Art zur Weihnachtszeit gehalten. Man sagt, wenn sich ein Paar unter einem aufgehängten Mistelzweig küsst, bleibt es für immer glücklich zusammen.

Bereits 1907 konnte der Arzt Gaulthier nachweisen, dass diese Heilpflanze den Parasympatikus anregen kann, wodurch die Gefäße entspannen und der Blutdruck reguliert werden kann.
Die Mistel ist weder Baum noch Kraut. Die Kelten sagten über die in den Baumkronen verankerten Mistelzweige, sie sei ein Zwischending, ein Wesen zwischen Himmel und Erde. Denn sie vermitteln, wie das Herz auch, zwischen oben und unten.

Heilwirkung:

  • krampflösend
  • schmerzlindernd
  • entzündungshemmend
  • blutstillend
  • herzstärkend
  • blutdruckregulierend

Anwendung bei:

  • Geschwüre
  • Krebs (therapiebegleitend)
  • Bluthochdruck
  • Stärkung des Immunsystems
  • Herzschwäche
  • Ödeme
  • Bauchspeicheldrüsenschwäche
  • Verdauungsschwäche
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Rheuma
  • Krampfadern
  • Arteriosklerose (Verkalkung der Arterien)

Verwendung der Mistel:

Für die innere Anwendung:
Hinweis zur Anwendung der MistelMisteltee wird immer kalt angesetzt. In dem kalten Wasser lösen sich die schwach giftigen Stoffe (z.B. das Glykosid Viscalbin und Viscotoxin) nicht auf. Somit ist der Kaltauszug der Mistel ungiftig. Auch die Heilwirkung der Mistel soll durch das Erwärmen gemindert werden.
Für eine Tasse Tee verwenden Sie einen gehäuften Eßlöffel getrocknetes Mistelkraut. Übergießen Sie das Kraut mit kaltem Wasser und lassen Sie den Ansatz über Nacht stehen. Morgens können Sie den Tee nach dem Abseihen leicht erwärmen, nur nicht kochen. Zur Stärkung des Immunsystems, als Begleittherapie einer Krebsbehandlung und zum Blutdruck regulieren wird Misteltee häufig eingesetzt.

Für die äußere Anwendung:
Setzen Sie Mistel als Kaltauszug an. Lassen Sie den Auszug über Nacht ziehen, seihen Sie in morgens ab. Verwenden können Sie den Kaltauszug als Umschläge und Kompressen bei Krampfadern, äußeren Geschwüren/Ekzemen und bei Rheuma.

PS: Man sagt, dass die Misteln, die auf Eichen wachsen, besonders wirksam sind in ihrer Anwendung.

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Alkaloid
  • Asparagin
  • Bitterstoff
  • Harz
  • Histamin
  • Inositol
  • Oleanolsäure
  • Pyridin
  • Saponine
  • Schleim
  • Tyramin
  • Viscalbin
  • Viscin
  • Viscotoxin
  • Xanthophyll

Sammelzeit:

Die beste Sammelzeit ist das Frühjahr von März - April, gleich nach dem ersten Frost. Oder von Oktober - Anfang Dezember. In diesen Zeiträumen ist die Mistel am heilkräftigsten.

Anderer Name:

  • Drudenfuß
  • Donarbesen
  • Geißchrut
  • Hexennest
  • Vogelchrut
  • Vogelmistel
  • Kreuzholz
  • Vogelleimholz
  • Hexenbesen
  • Albrute

Viscum album (lateinischer Name)

Hinweise:

Vorsicht bei Mistel Die Pflanze enthält leichte Giftstoffe. Für Kinder, Schwangere und Stillende ist die Mistel darum eher nicht geeignet.
Auch mit den Beeren sollte vorsichtig umgegangen werden, weil diese sehr klebrig sind.

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