Lindenblüte: Heilwirkung und Anwendung

Die Linde wird auch "Baum der Liebe" genannt. Das hängt mit ihren herzförmigen Blättern, aber auch mit der Wurzel, die herzförmig wächst, zusammen. Die Legende besagt, wenn man sich unter einen Lindenbaum küsst, so bleibt diese Liebe für ewig bestehen. In der Naturmedizin ist sie wegen ihren Heilwirkungen seit Jahrtausenden bestens bekannt.

In Europa kommen 3 verschiedene Arten der Linde vor: die Sommerlinde, die Winterlinde und die Silberlinde. Zur Blütezeit verströmen die Lindenblüten einen süßen Duft.
Die Blüten der Linde helfen bei verschiedenen Erkrankungen. Der Lindentee wirkt unter anderem schweißtreibend, was bei Fieber hilfreich sein kann. Er lindert auch Grippebeschwerden und hat zudem auch eine beruhigende und entspannende Wirkung. Auch bei Husten ist die Linde eine wirksame Heilpflanze.
Dieser Laubbaum wird auch von Imkern sehr geschätzt, so dient er den Bienen zur Blütezeit als Bienenweide. Der aus dem Nektar gewonnene Honig zeichnet sich besonders durch seinen feinen Geschmack aus.
Bei den Germanen und Slawen galt die Linde als heiliger Baum. Auf vielen Dorfplätzen war die Linde früher der Mttelpunkt. Im Jahr 2016 wurde die Winterlinde zum Baum des Jahres gewählt.

Heilwirkung:

  • entspannend
  • beruhigend
  • schweißtreibend
  • menstruationsfördernd
  • entzündungshemmend
  • schleimlösend
  • krampflösend
  • blutreinigend
  • blutdrucksenkend

Anwendung bei:

Verwendung:

Die Lindenblüten werden wahlweise als Tee oder als Tinktur angewendet.

Anwendung als Tee:
Für einen Tee nehmen Sie 2 TL getrocknete Blüten und übergießen diese mit 250 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 min. ziehen. Anschließend seihen Sie den Tee ab und trinken ihn in kleinen Schlucken.
Die empfohlene Menge liegt bei 1 - 3 Tassen täglich.

Anwendung als Tinktur:
Verwenden Sie einen Doppelkorn oder Wodka für den Ansatz. Geben Sie 200 g getrocknete Lindenblüten in ein Schraubglas und übergießen Sie diese mit 400 ml Alkohol. Lassen Sie diese Mischung 30 Tage ruhen. Seihen Sie den Ansatz dann ab und füllen Sie die Flüssigkeit in eine braune Glasflasche. Von der Lindenblütentinktur können Sie bis zu 3 mal täglich 30 Tropfen einnehmen. Sie können die Tropfen gerne mit Wasser verdünnt zu sich nehmen.
Zur besseren Wundheilung verdünnen Sie die Tinktur mit Wasser und verwenden es so für Waschungen.

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Ätherische Öle
  • Pflanzensäuren
  • Schleimstoffe
  • Gerbstoff
  • Gerbsäure
  • Glykoside (Flavonoide, Saponine)

Sammelzeit:

Je nach Lage blüht die Linde zwischen Juni und August. In dieser Zeit können Sie die Blüten pflücken und trocknen.

Anderer Name:

  • Bastbaum
  • Großblättrige Linde (Winterlinde)
  • Kleinblättrige Linde (Sommerlinde)
  • Steinlinde

Tilia europeus (lateinscher Name)

Hinweise:

Keine Gegenanzeigen bekannt.

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