Lavendel: Heilwirkung und Anwendung

Die Wirkung des Lavendel beruht hauptsächlich auf dem Gehalt an seinen ätherischen Ölen, wodurch er eine beruhigende und entspannende Wirkung hat. Lavendel hat sich Jahrhunderte lang als Heilpflanze, aber auch im Haushalt bewährt. So wirken seine getrockneten Blüten, Stiele und Blätter in Baumwollsäckchen verpackt wirksam gegen Motten im Kleiderschrank.

Aber auch Mücken nehmen reißaus, wenn kleine Lavendelsträuße im Fenster hängen. Die Pflanze hat einen sehr aromatischen Duft. Wenn Sie nur über die Blätter und Blüten mit Ihren Händen streichen, können  Sie das typische Lavendelaroma deutlich wahrnehmen.
Der Lavendel ist in Südeuropa heimisch. Aber auch in unseren Gärten oder auf dem Balkon hat dieser Halbstrauch schon lange Einzug gehalten. Der Lavendel ist winterhart, seine Blätter sind linealisch bis lanzettlich. Die jungen Blätter sind graublau und weich filzig. Werden die Blätter älter, haben sie eine kräftig grüne Farbe. Die Blüten sind langgestielte, violette Scheinähren. Sie duften blumig und balsamig. Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und Wespen werden von den Blüten dieser Pflanze angezogen.



Heilwirkung:

  • entkrampfend
  • beruhigend
  • harntreibend
  • gallensaftbildend
  • blähungstreibend
  • antiseptisch

Anwendung bei:

Verwendung:

Verwendung als Öl:
Ätherisches Öl selber herzustellen ist eher schwierig, weil Sie dazu eine Wasserdampfdestillation benötigen. Um zum Beispiel 10 ml Lavendöl herzustellen, benötigen Sie ein gutes Kilogramm Blüten. Hier ist eher der Kauf eines Lavendelöls zu empfehlen. Sie können sich jedoch ein Massageöl oder Badeöl selber herstellen. Geben Sie getrocknete Blüten in ein neutrales Basisöl, wie zum Beispiel Arganöl. Lassen Sie den Ansatz 4 bis 6 Wochen ruhen und seihen das Ganze dann ab.

Anwendung als Tee:
Für einen Tee nehmen Sie 1 TL getrocknete Blüten und übergießen diese mit 250 ml ca. 80 Grad heißem Wasser, dann 4 min. ziehen lassen.
Erwachsene sollten nicht mehr als 1 Liter täglich trinken, Kinder nicht mehr als 300 ml täglich.

Anwendung als Tinktur:
Die Tinktur können Sie für die äußere und innere Anwendung nutzen. Verwenden Sie einen hochprozentigen Alkohol aus der Apotheke, am besten 70 %-tigen. Geben Sie 100 g getrocknetes Kraut (Blüten, Blätter, Stiele) in ein Schraubglas und übergießen Sie dieses mit dem Alkohol bis alles gut bedeckt ist. Lassen Sie diese Mischung 20 Tage ruhen. Seihen Sie den Ansatz dann ab und füllen Sie die Flüssigkeit in eine braune Flasche. Von der Lavendeltinktur können Sie bis zu 3 mal täglich 20 bis 30 Tropfen einnehmen.

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Ätherische Öle (u.a. Linalylacetat, Linalool)
  • Campher
  • Cineol

Sammelzeit:

Der Lavendel wir im Juli und August geerntet. Am besten, Sie hängen den Lavendel gebündelt und sonnengeschützt  zum Trocknen auf. Die getrocknete Blüten, Blätter und Stiele sollten für die verschiedenen Ansätze (Tee, Tinktur, Öl) lichtgeschütz und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden.

Anderer Name:

  • Balsam
  • Hirnkraut
  • Zitterblümchen
  • Schwindelkraut
  • Nervenkraut

Lavendula officinalis (lateinscher Name)

Hinweise:

Bei Kindern unter 2 Jahren, bei Schwangeren und Stillenden sollte keine Anwendung mit Lavendel erfolgen.

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