Holunder: Heilwirkung und Anwendung

Der Holunder ist eine ganz alte Heilpflanze, die bereits der berühmte Arzt Hippokrates im 5. Jahrhundert v. Chr. gekannt und genutzt hat. Sowohl die Blüten, als auch die dunklen Beeren haben Heilwirkung.

Holunder wächst hauptsächlich an Flußufern, in Laubwäldern und an Waldrändern in ganz Europa. Der Holunder ist ein bis zu 7 m hoher Großstrauch, der seine duftenden, süßlich schmeckenden Blüten im Juni/Juli ausbildet. Aus diesen Blüten bilden sich durch Selbstbefruchtung zunächst grüne Beeren, die dann im Herbst zu fast schwarz schimmernden Beeren gedeihen. Die Beeren gehören zu den Steinfrüchten, weil sie drei bräunliche, einförmige, nach außen gewölbe Samen enthalten. Ein wild wachsender Holunderstrauch kann bis zu 100 Jahre alt werden.

Heilwirkung:

Blüten:

  • schweißtreibend
  • schleimlösend
  • krampflösend
  • leicht abführend
  • antioxidativ
  • entzündungshemmend
  • harntreibend

Früchte:

  • antioxidativ
  • schweißtreibend
  • leicht harntreibend

Anwendung bei:

Blüten:

Früchte:

Verwendung:

Die Verwendung des Holunders beschränkt sich heutzutage hauptsächlich auf die Blüten und die reifen Früchte dieser Heilpflanze. Die Blüten können frisch oder getrocknet zum Tee verarbeitet werden.
Trinken Sie bis zu 5 mal täglich eine Tasse Holunderblütentee, wenn Sie merken, dass sich eine Erkältung ankündigt. Die Dauer der Erkältung kann sich durch das Trinken des Tee's deutlich verkürzen.
Aus den Früchten können Sie den gewonnenen Saft mit Honig gemischt als Sirup bei Halsschmerzen zu sich nehmen. Mischen Sie den Sirup im Verhältnis 2:3, Holdundersaft und Honig. Nehmen Sie davon mehrmals täglich1 Tl voll ein.
Der Saft aus den Früchten kann auch Ihr Immunsystem stärken. Er wirkt leicht abführend. Trinken Sie den Saft nach Belieben, warm oder kalt.
Die Blätter der Holunderpflanze können bei leichten Verbrennungen aufgelegt werden und verschaffen so Linderung..

Wichtige Inhaltsstoffe:

Holunderblüten:

  • Flavonoide (u.a. Rutin)
  • Ätherisches Öl
  • Chlorogensäure
  • Triterpene
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe
  • Kaliumsalze
  • freie Fettsäuren

Holunderbeeren:

  • Flavonoide (u.a. Rutin)
  • Ätherisches Öl
  • Chlorogensäure
  • Triterpene
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe
  • Kaliumund Phosphor
  • Fruktose
  • Glukose
  • freie Fettsäuren
  • Vitamin C, B
  • Folsäure

Sammelzeit:

Die Blüten können ab Ende Mai bis Anfang Juli gesammelt werden. Die Früchtes des Holunders sind vom September bis in den Oktober hinein sammelreif.

Anderer Name:

  • Alhorn
  • Backholder
  • Eiderbaum
  • Elder
  • Holder
  • Holderbusch
  • Hollerbusch
  • Holler
  • Kelkenbusch
  • Kischke
  • Schwarzholder

Sambucus nigra L. (lateinischer Name)

Hinweise:

Hinweis zu Holunderbeeren

Unreife Früchte sollten gar nicht verwendet werden, da diese Übelkeit und Durchfall auslösen können. Auch sollten Sie es unbedingt vermeiden, die Holunderbeeren roh zu essen, denn diese können ebenso wegen dem giftigen Stoff Glycosid zu Magenbeschwerden, Durchfall und Erbrechen führen.

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