Ackerschachtelhalm: Heilwirkung und Anwendung

Dieses wunderbare Kraut ist schon seit der Antike als bewährtes Heilkraut bekannt. Schon damals wusste man die harntreibende Wirkung des Ackerschachtelhalms zu schätzen. Zudem ist er noch gewebefestigend, denn er ist reich an Kieselsäure.

Der Ackerschachtel ist eine weit verbreitete Pflanze, die Sie am Waldrand, an Hecken, Böschungen, Gräben und sogar im Garten finden können. Die Pflanze gedeiht besonders gut auf lehmig- feuchten Böden. Seine Rhizome, die tief in die Erde wachsen (bis zu 200 cm), treiben in den Monaten März bis Anfang Mai 15-20 cm hohe sporangientragenden Triebe aus, welche nach dem Ausstäuben absterben. Die Laubtriebe sprießen dann im Mai, diese werden etwa 40-60 cm groß. An ihnen wachsen quirlig verzweigte, aufrechtstehende Äste. In früheren Zeiten wurden diese Sommertriebe zum Putzen von Zinngeschirr benutzt, woher auch der Name "Zinnkraut" kommt. Der Ackerschachtelhalm ist reich an Kieselsäure. Weitere Inhaltsstoffe sind Kalium und Flavonoide.

Heilwirkung von Ackerschachtelhalm:

  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • blutstillend
  • blutreinigend

Anwendung bei:

  • Nierenschwäche
  • Blasenschwäche
  • Bindegewebeschwäche
  • Hautausschlag
  • Durchblutungsstörungen
  • Rheumatische Beschwerden
  • Gicht
  • Krampfadern
  • Ödeme
  • Nierensteine/ Nierengries
  • Akne
  • Magenkrämpfe
  • Zahnfleischentzündungen

Verwendung:

Als Tee, zur innerern Anwendung:
Zubereitung:

1 Tl getrockneter Ackerschachtelhalm mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen und 10 Stunden ziehen lassen. Dann über den Tag verteilt schluckweise trinken. Als Alternative:

2 Tl getrockneter Ackerschachtelhalm mit 250 ml heißem Wasser übergießen und 30 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie den Tee nach dem Essen und über den Tag verteilt.


Als Umschlag, zur äußeren Anwendung:
Zubereitung:

80 g getrockneter Ackerschachtelhalm mit 500 ml Klarem Schnaps (mind. 40%-iger) ansetzen und 30 Tage ziehen lassen, anschließend abseihen. Wohltuend sind diese Umschläge bei rheumatischen Beschwerden.

Als Direktsaft
Pflücken Sie eine Pflanze, drücken Sie leicht an der Pflückstelle des Pflanzentriebes. Der austretende Saft wirkt blutstillend.

Wichtige Inhaltsstoffe:

  • Kieselsäure
  • Kalium
  • Flavonoide

Sammelzeit:

Gesammelt werden die unfruchtbaren Sommertriebe, die ab Ende Mai bis Ende Juli wachsen.

Anderer Name:

Equisetum arvense (lateinischer Name)

  • Zinnkraut
  • Schachtelhalm
  • Fegekraut
  • Katzenschwanz

Hinweise:

Nicht anzuwenden in der Schwangerschaft und bei Nierenentzündungen.

Ackerschachtelhalm Der verwandte Sumpfschachtelhalm ist giftig. Die unteren Scheiden der Seitenäste sind beim giftigen Sumpfschachtelhalm dunkelbraun gefärbt.

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Bildquelle:

Wikipedia

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